Ende einer Ära: Deutschland bricht mit Adidas und wechselt nach 70 Jahren zu Nike
Die Weltmeisterschaft 2026 steht kurz bevor, und während die Nationalmannschaften ihre neuen Trikots präsentieren, sorgt der DFB für eine echte Sensation.
Das Design der deutschen Trikots galt bei Weltmeisterschaften schon immer als perfekt abgestimmt – eine Mischung aus dem klassischen deutschen Stil und moderner Ästhetik. Jedes Mal lösten die Veröffentlichungen einen Hype bei den Fans aus; die Trikots wurden nicht nur im Stadion, sondern als modisches Statement auf den Straßen getragen. Jahrzehntelang war es eine ungeschriebene Regel: Die Spielkleidung kommt von Adidas, die Anzüge von Hugo Boss. Es fühlte sich wie eine natürliche Einheit an, die bei jeder WM wie selbstverständlich zusammengehörte.

Doch nun steht der radikale Umbruch bevor. Ausgerechnet der Erzrivale Nike hat sich die Ausrüsterrechte der deutschen Nationalmannschaft gesichert und beendet damit eine über 70-jährige Partnerschaft mit Adidas. Ab 2027, direkt nach der WM 2026, wird die deutsche Elf im „Swoosh“ auflaufen. Es ist eine Entwicklung, die an das Jahr 2013 erinnert, als Nike die 60-jährige Zusammenarbeit zwischen England und der britischen Traditionsmarke Umbro beendete. Es scheint, als gäbe es in der modernen Sportwelt keine unantastbaren Traditionen mehr: Auch Deutschland kehrt seiner Heimatmarke den Rücken und reicht Nike den Olivenzweig.

Wenn man zurückblickt, waren die Reviere der Sportmarken früher klar abgesteckt. Nike dominierte die NBA und den Basketball-Markt im Wettbewerb mit dem heute fast bedeutungslosen Label Reebok. Bei der WM 1994 in den USA trug keine einzige der 24 Mannschaften Nike. Erst bei der WM 1998 in Frankreich feierte die Marke mit sieben Teams ihr großes Debüt im Fußball. Adidas hingegen war die unangefochtene Macht im Weltfußball; 1994 und davor rüstete die Marke mit den drei Streifen regelmäßig mehr als zehn Teams pro Turnier aus. Damals gab es noch eine große Vielfalt an Marken: England blieb über 60 Jahre seinem heimischen Ausrüster Umbro und den klassischen „Three Lions“ treu, während Italien von heimischen Marken wie Kappa gesponsert wurde.
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Heute haben die zwei Giganten den Markt unter sich aufgeteilt und die Konkurrenz fast vollständig verdrängt. Reebok wurde von Adidas aufgekauft, ausgepresst und schließlich fallengelassen. Umbro wurde von Nike übernommen, verlor 2013 die Rechte an der englischen Nationalmannschaft und versank danach in der Bedeutungslosigkeit. Mittlerweile sind diese einst glorreichen Marken fast völlig von der großen Bühne verschwunden und zu Nischenmarken degradiert worden.